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Typischer Humor im Outback

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Mond beim Rundflug über den Kings Canyon

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Skorpion

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Zweimal Kings Canyon Südseite - beide Bilder vom gleichen Standpunkt aus fotografiert, die kleinen weißen Flecken auf dem rechten Foto sind Menschen, der weiße Fleck auf dem linken Foto meine Wenigkeit

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Kings Canyon, am Abgrund

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Kings Canyon

Tag 13: Alice Springs - Kings Canyon

Früh aufstehen heißt es für diejenigen Personen in unserer Reisegruppe, die heute den Sonnenaufgang über Alice Springs vom Heißluftballon aus erleben wollen. Weil ich nicht zu ihnen gehöre, kann ich natürlich etwas länger liegen bleiben. Anschließend starten wir unsere heutige Tagesetappe zum Kings Canyon Ressort im Wataranka National Park. Nach gut 200km Fahrt in Richtung Süden verlassen wir den Stuart Highway und biegen auf den Lasseter Highway ab.

Von der Erwartung, heute den Ayers Rock schon sehen zu können, lassen wir uns von unseren Erwartungen blenden. Der von Weitem ähnlich aufgebaute Mount Connor täuscht unsere Sinne, gerade auch deshalb, weil er vom Highway aus in der gleichen Himmelsrichtung liegt. Zwischendurch machen wir auf einer ehemaligen Kamelstation Rast, sodass wir erst am späteren Nachmittag am Kings Canyon ankommen. Weil für “Mutige” am nächsten Tag eine Wanderung am Canyon anstehen könnte, sollen wir heute schon die Strecke in Augenschein nehmen.

Im Anschluss fahren wir zum Kings Canyon Ressort. Für mich bedeutet dies, dann gleich zum Helikopterareal zu gelangen, denn ich will mir den Canyon zuvor auch noch aus der Vogelperspektive betrachten.

Beim nächtlichen “Nachhauseweg” von der Bar zu meinem Zimmer mache ich zum ersten Mal in meinem Leben die Bekanntschaft mit einem Wesen, das wahrscheinlich nicht vom Sternzeichen her, sondern aufgrund der biologischen Bezeichnung einen Skorpion darstellt. Gerade wie ich die Holztreppe zur Zimmertür (eigentlich eine Holzhütte) betrete, vernehme ich vor der Treppe ein komisches Surren (“Ssrrrr”).

Als ich Fotoapparat und Taschenlampe aus dem Zimmer hole, erkenne ich den Übeltäter, einen etwa 5-7cm großen Skorpion. Wenn ich das vorher gewusst hätte, vor Angst wäre es sicherlich zu einer gewissen Gewichtsverlagerung von brauner Körperinhaltsmasse in Richtung Hose gekommen.

Warum das Foto oben nicht scharf ist, vielleicht habe ich zu stark gezittert? Sicherheitshalber werde ich im Anschluss mein Zimmer nach Ungeziefer generalinspizieren, denn die Fenster und Türen sind nicht restlos dicht. Die Suche nach weiteren Spezies bleibt aber erfolglos, einer normalen Nachtruhe steht somit nichts mehr im Wege.

Tag 14: Kings Canyon - Yulara Nationalpark

Bereits um 6 Uhr morgen sind wir die Strecke vom Ressort zum Kings Canyon gefahren. Wir wollen mit einigen Personen über die Nordroute an den einigen hundert Meter hohen Felswänden entlang wandern, am “Garden of Eden” werden wir die Schlucht kreuzen und dann am Südrand einen grandiosen Einblick in die verwitterten Felskuppel der Lost City zu haben. Ich bin lange am Überlegen, ob ich die 4-stündige Wanderung wegen meiner “Stahleinlagen” im Fuß denn überhaupt unternehmen solle, aber die Neugierde ist größer, auch wenn mich der pfadlose Rundweg trotz Trekking-Schuhe zu höchster Konzentration veranlasst. Dafür werde ich aber von herrlicher Natur verwöhnt und die Temperaturen sind in den Morgenstunden auch noch erträglich (es sind ja “nur” 30°C). Nach gut drei Stunden habe ich den Weg hinter mir.

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Der Kings Canyon ist nach Meinung vieler (und auch ich gehöre zu den vielen) faszinierender als der Ayers Rock und die Olgas, die wir heute auch noch sehen werden.

 

 

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